Ausstellungen der Versöhnungskirche

Ausstellungen

Frühjahrs- und Sommerprogramm 2017

Alle Ausstellungen finden soweit nicht anders angegeben im Gesprächsraum der Versöhnungskirche statt:
Dienstag bis Samstag 10-16 Uhr, Sonntag 12-13 Uhr

„Ich vermähle die Farben“ – Bilder von Max Mannheimer / ben jakov (1920–2016)

12.03.17 - 08.05.17 (Ausstellungsraum der Versöhnungskirche)

Der am 23. September 2016 im Alter von 96 Jahren verstorbene Max Mannheimer ist 30 Jahre lang als Zeitzeuge zu einer beeindruckenden Persönlichkeit für tausende Jugendliche geworden. Nach den bedrückenden Erfahrungen seiner Verfolgung und Inhaftierung in den Konzentrationslagern Theresienstadt, Auschwitz, Warschau und Dachau und dem Verlust des Großteils seiner Familie begann er ab den 1950er Jahren mit dem Malen, was ihm half, aus den quälenden Erinnerungen herauszukommen. Aus dieser Tätigkeit ist ein künstlerisches Werk mit tausenden Bildern entstanden, das er mit dem Pseudonym „ben jakov“ (Sohn von Jakob) dem Gedenken an seinen Vater widmete. Die Ausstellung ist der Erinnerung und Würdigung seines Schaffens und Wirkens auch in und mit den Kirchen gewidmet. Am Sonntag, 19. März 2017, 11 Uhr gestalten Pastoralreferent Ludwig Schmidinger und Diakon Klaus Schultz im Ausstellungsraum einen ökumenischen Gottesdienst zur Ausstellung. Kooperation: Katholische Seelsorge und Karmel Heilig Blut

„Die Würde des Menschen …“ – Stéphane Hessel (1917-2013)

09.05.17 - 02.07.17 (Ausstellungsraum der Versöhnungskirche)

Stéphane Hessel, in Berlin geboren, wuchs ab 1924 in Paris auf und wurde 1937 französischer Staatsbürger. Als Offizier geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er fliehen konnte. Er schloss sich 1941 der Résistance an und wurde 1944 von der Gestapo in Paris verhaftet, gefoltert, zum Tode verurteilt und ins KZ Buchenwald verbracht. Durch einen Identitätstausch konnte er vor der Hinrichtung bewahrt werden. Auf dem Todesmarsch gelang ihm am 4. April 1945 die Flucht. Er wurde französischer Diplomat und war 1948 bei der Erarbeitung der Charta der Menschenrechte dabei. Er bereiste im Auftrag der UNO und des französischen Außenministeriums die Welt, trieb die Entkolonialiserung voran und vermittelte immer wieder in Konflikten. In seiner Schrift „Empört euch!“ (2010), die in 40 Sprachen eine Millionenauflage erreichte, sprach er sich für die Wiederbelebung der Werte der Résistance aus. Er kritisierte den Finanzkapitalismus, die Behandlung von Minderheiten wie den Roma, plädierte für Gewaltlosigkeit. Eine Fotoausstellung der Maria-Pawlowna-Gesellschaft e.V., Weimar.

Stundengebete aus dem KZ Dachau - Radierzyklus von Maria Kiess

07.07.17 - 25.07.17 (Ausstellungsraum der Versöhnungskirche)

Maria Kiess, die an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert hat und als freischaffende Künstlerin in Freising lebt, hat 1999 den Radierzyklus auf der Grundlage von Meditationstexten gestaltet. Pater Joseph Kentenich (1885–1968), der Gründer der Internationalen Schönstatt-Bewegung, hat als Häftling im KZ Dachau 1944 den deutschen Text der Gebete unter Lebensgefahr für seine Mithäftlinge formuliert. Sie wurden ins Lateinische übersetzt, damit auch die im Lager inhaftierten ausländischen Geistlichen dies nutzen konnten. Die Künstlerin wird am Sonntag, 16. Juli 2017, 13.30 Uhr, ihre Werke vorstellen. Schönstatt-Bewegung Deutschland

Gegen Rassismus – Stimmen der Jugend aus aller Welt

28.07.17 - 03.09.17 (Ausstellungsraum der Versöhnungskirche)

Die ASF-Freiwilligen an der Versöhnungskirche Sandra Usselmann (Großbritannien) und Lera Plotnyk (Ukraine) haben Bekannte aus mehreren Nationen zum Thema Rassismus befragt. Die Antworten zeigen sie zusammen mit einem Foto der Autorin / des Autors.