Ausstellungen der Versöhnungskirche

Ausstellungen

Herbst- und Winterprogramm 2019/2020

Alle Ausstellungen finden soweit nicht anders angegeben im Gesprächsraum der Versöhnungskirche statt:
Montag bis Samstag 10-16 Uhr, Sonntag 12-13 Uhr

„Das größte Problem ist die Wiederherstellung des einfachen menschlichen Anstands“ / Carl Friedrich Goerdeler – Politik und Verantwortung

01.06.19 - 29.09.19 (Gesprächsraum der Versöhnungskirche)

Carl Friedrich Goerdeler war der führende konservative Politiker des zivilen Widerstandes gegen Hitler, auf dessen Ergreifung die Nazis das höchste Kopfgeld aussetzten. 1936 formulierte Goerdeler: „das größte Problem des heutigen Deutschland ist die Wiederherstellung des einfachen menschlichen Anstands“. Ihm gelang es, die im damaligen Alltag als selbstverständlich angenommenen Einstellungen als Verblendung aufzuzeigen. Die missbrauchten Begriffe sollten zu ihrem wahren Gehalt zurückgeführt werden. Die Ausstellung zeigt exemplarisch den Weg des widerständigen Politikers.

Gegen Rassismus – Stimmen der Jugend aus aller Welt

02.07.19 - 10.09.19 (Kirchenraum der Versöhnungskirche)

Die ASF-Freiwilligen Maeva Keller (Frankreich) und Anastasiia Lapteva (Russland) haben Bekannte und Freunde aus mehreren Nationen zum Thema Rassismus befragt. Die Antworten zeigen sie zusammen mit einem Foto der Autorin / des Autors im Kirchenraum.

Montag bis Sonntag 9–17 Uhr; jedoch sonntags nicht während der Gottesdienst-Zeit von 11–12 Uhr

Spuren von Zwangsarbeit

02.10.19 - 28.11.19 (Gesprächsraum der Versöhnungskirche)

Während des Zweiten Weltkriegs mussten mehr als 26 Millionen Menschen unfreiwillig für den NS-Staat arbeiten: sogenannte Zivilarbeiter, Männer, Frauen und Kinder aus den besetzten Gebieten Europas, Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge, Juden, Sinti und Roma. An Beispielen aus der Produktion von alltäglichen Gebrauchsgegenständen wird die Verflechtung von Industrie und Zwangsarbeit sichtbar. Die Ausstellung wurde konzipiert vom Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide.

Nicht Schwarzweiß. Eine Intervention in Farbe

04.12.19 - 29.02.20 (Gesprächsraum der Versöhnungskirche)

200 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ausbildungszweigen der Städtischen Berufsschule für Farbe und Gestaltung in München setzen sich mit dem Nationalsozialismus und gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Fragen auseinander. Die jungen Erwachsenen bringen ihre Gedanken mit Farbe, Form, Schrift und Licht zum Ausdruck. Bei der gestalterischen Umsetzung verwenden sie die spezifischen Materialien und Techniken ihrer Ausbildungsberufe. Es soll deutlich werden, dass eine vereinfachende und vorurteilsbeladene Schwarz-Weiß-Sicht der vielschichtigen, bunten Welt damals wie heute nicht gerecht wird.