Veranstaltungen der Versöhnungskirche

Veranstaltungen

Winter- und Sommerprogramm 2020/2021

Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau

ENTFÄLLT: "Ich konnte mich ja niemandem anvertrauen."

15.04.21 / 19:30   Ort wird noch bekannt gegeben

Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Hilde Grünberg (geboren 1936)

WIRD VERSCHOBEN: Rundgang zum "Kräutergarten"

17.04.21 / 14:00   Treffpunkt: Innenhof Versöhnungskirche

Gedenken an die Opfer des Todesmarsches

01.05.21 / 18:00   Theodor-Heuss-Straße / Ecke Sudentenlandstraße, Dachau

Zu Tausenden wurden noch in den letzten Tagen vor der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau Häftlinge auf den Todesmarsch geschickt. Bei der musikalisch begleiteten Gedenkfeier am Todesmarschmahnmal sind Redebeiträge geplant von Abba Naor (Überlebender), Prof. Dr. Mirjam Zadoff (Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München), Florian Hartmann (Dachauer Oberbürgermeister) und Karla Steeb (Freiwillige der Versöhnungskirche).

Trägerkreis Dachauer Todesmarschmahnmal

Gedenken zum 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau

02.05.21   Weitere Informationen folgen.

München liest - aus verbrannten Büchern

10.05.21 / 10:00 - 18:00   Königsplatz (vor der Antikensammlung), München

Im Nebel der Pandemie - Verschwörungsglaube in der Corona-Zeit

20.05.21 / 19:30   Ort wird noch bekannt gegeben

Zum Vortrags- und Diskussionsabend kommt Kirchenrat Dr. Matthias Pöhlmann nach Dachau, Landeskirchlicher Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen.

Mit der COVID-19-Pandemie verbreiten sich immer mehr Falschmeldungen, Verschwörungstheorien, esoterische Heilungsangebote und pseudowissenschaftliche Gesundheitstipps. Einfache Antworten mit klaren Feindbildern wirken dabei besonders attraktiv. Der Vortrag setzt dagegen auf Aufklärung und Beratung.

"Abgerungen" – Theaterstück zu Pater Richard Henkes SAC

12.06.21 / 19:30   Klosterhof des Karmel Heilig Blut Dachau, Alte Römerstraße 91

Ein junger Mann entdeckt seine Begeisterung für das Leben und Wirken von Pater Henkes. Zugleich stellt er immer wieder dessen Entscheidungen und Einstellungen in Frage. Richard Henkes war ein Priester, der im April 1943 von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager Dachau verschleppt wurde. Anfang 1945 meldete er sich freiwillig in der Typhusbaracke zum Krankendienst, pflegte tschechische Mithäftlinge, infizierte sich dabei und starb am 22. Februar 1945.

Kooperation: Katholische Seelsorge, Karmel Heilig Blut

Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion

20.06.21 / 16:00   Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Als Hitler-Deutschland am 22. Juni 1941 die Sowjetunion überfiel, gab es aus den deutschen Kirchen Zustimmung. Wir erinnern zum 80. Jahrestag an die sowjetischen KZ-Opfer, unter ihnen viele Juden.

Für die Gestaltung konnten wir Nikola David gewinnen. Er wurde im heutigen Serbien geboren. Nach dem Gesangsstudium wirkte er als Opernsänger. Zusätzlich absolvierte er die Kantorenausbildung und ist seit 2014 Kantor der Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom.

Kooperation mit der Katholischen Seelsorge

Als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ im KZ - Opfer des Nationalsozialismus? | Ein Abend mit Prof. Dr. Frank Nonnenmacher, Neffe eines KZ-Überlebenden

08.07.21 / 19:30   Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau (oder Ausweichort)

Ernst und Gustav Nonnenmacher sind zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Stuttgart geboren und dort als Söhne verschiedener Väter einer ledigen Mutter in extremer Armut aufgewachsen. Den jüngeren, Gustav, nahm die Fürsorge der Mutter weg und brachte ihn in ein Waisenhaus. Er wurde später Soldat, flog in Hitlers Luftwaffe und wurde nach dem Krieg freischaffender Bildhauer. Ernst musste schon früh durch kleine Diebstähle zum Lebensunterhalt beitragen, schwänzte die Schule, kam in die Fürsorge, wurde später Wanderarbeiter, Hausierer und mehrfach wegen kleinerer Delikte vorbestraft. Nach seiner letzten Vorstrafe kam er aus der Polizeihaft direkt ins KZ Flossenbürg und später ins KZ Sachsenhausen. Von der SS wurde er erst mit dem schwarzen Winkel als „Asozialer“, dann mit dem grünen Winkel als „Berufsverbrecher“ markiert.

Frank Nonnenmacher ist der Sohn von Gustav und der Neffe von Ernst. Er hat zum Schicksal der beiden Brüder eine Doppelbiographie geschrieben („DU hattest es besser als ICH“). Der Autor wird in Dachau einige Szenen aus dem Buch lesen. Und er wird davon berichten, wie er 2018 eine Initiative zur Anerkennung der bislang vergessenen Opfer gegründet hat. Diese hat dazu geführt, dass sich der Deutsche Bundestag nach über 70jähriger Ignoranz mit den beiden Opfergruppen beschäftigte und am 13. Februar 2020 einen Beschluss zu ihrer Anerkennung als NS-Opfer fasste. Der Referent wird Verdienste und Defizite des Beschlusses ansprechen. In der anschließenden Diskussion geht es auch um die Frage nach den angemessenen Konsequenzen der späten Anerkennung.

Literaturhinweis:
Frank Nonnenmacher: „DU hattest es besser als ICH“ - Zwei Brüder im 20. Jahrhundert. Mit einer Widmung von Konstantin Wecker. Bad Homburg 2015 (2. Aufl.)

Referent: Dr. Frank Nonnenmacher, geboren 1944, ist emeritierter Professor für Sozialwissenschaften und Politische Bildung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main | Moderation: Karla Steeb, Freiwillige der Versöhnungskirche

Lieder zu Krieg und Frieden - Ein Abend mit dem Isura-Madrigal-Chor

15.07.21 / 19:30   Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Das von Kriegen verursachte Leid hat Menschen aller Zeiten dazu gebracht, in Texten und in Musik den Sorgen und Ängsten, aber auch der Sehnsucht und der Hoffnung auf Frieden Ausdruck zu verleihen. Der Isura-Magdigal-Chor aus Geretsried hat ein thematisches Konzertprogramm zusammengestellt. Zur Aufführung kommen Werke von Frank Schwemmer (*1961), Friedrich Zahn (1922 – 2007), Rudolf Mauersberger (1889 – 1971), Maurice Ravel (1875 – 1937), Hans Eisler (1898 – 1962), Andreas Romberg (1767 – 1821), Arvo Pärt (*1935), Heinrich Poos (*1928) und Niels la Cour (*1944), sowie das Lied „Die Moorsoldaten“ von Johann Esser (1896 – 1971)/Wolfgang Langhoff (1901 – 1966) und Rudi Goguel (1908 – 1976).

Kooperation mit der Katholischen Seelsorge