Veranstaltungen der Versöhnungskirche

Veranstaltungen

Herbst- und Winterprogramm 2019/2020

Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau

!Nie wieder / Erinnerungstag im deutschen Fußball

24.01.20  -  26.01.20   in den Stadien der beiden Bundesligen

Der Anstoß zur „Initiative Erinnerungstag im deutschen Fußball“ ging 2004 von der Versöhnungskirche aus. In enger Kooperation mit Faninitiativen, dem DFB und der DFL sind zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus rund um den 19. Spieltag Aktionen in den Stadien der beiden Bundesligen geplant.

Nähere Informationen unter www.niewieder.info

Zeitzeugengespräch mit Georg Stefan Troller (98) zum Gedenktag für die NS-Opfer

27.01.20 / 19:00   Rathaus Dachau, Konrad-Adenauer-Straße 2-6

Georg Stefan Troller, am 10. Dezember 1921 in Wien geboren, ist der Sohn eines jüdischen Pelzhändlers. Zunächst lernt Troller den Beruf des Buchbinders. Schon vor dem „Anschluss“ 1938 erlebt Troller den Antisemitismus der österreichischen Mitbürger. 1938 flieht er mit 16 Jahren alleine vor den Nazis in die Tschechoslowakei, von dort nach Frankreich, wo er bei Kriegsausbruch in einem Lager für Ausländer interniert wird. 1941 erhält er in Marseille ein Visum für die USA. Die Eltern konnten über Portugal fliehen. In den USA wird er 1943 zum Kriegsdienst eingezogen und ist Ende April 1945 an der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau und Münchens beteiligt. Troller ist entsetzt von den grauenvollen Bildern im Lager wie auch vom „Todeszug“ aus Buchenwald mit hunderten Leichen. Auf Grund seiner Deutschkenntnisse wird er von der US Army bei der Vernehmung von Kriegsgefangenen eingesetzt. Nach dem Krieg ist Troller zunächst als Hörfunk-, später auch als Fernsehreporter und Schriftsteller tätig. Bekannt wird Troller mit seinem von der ARD gesendeten „Pariser Journal“ und mit der siebzig Folgen umfassenden ZDF-Sendereihe „Personenbeschreibung“. Nach einem Grußwort des Dachauer Oberbürgermeisters Florian Hartmann moderiert Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, das Zeitzeugengespräch mit Georg Stefan Troller.

Trägerkreis NS-Opfer-Gedenktag in Dachau

„Für die deutschen Sinti und Roma war der Krieg 1945 nicht zu Ende“

30.01.20 / 19:00   Kulturzentrum Bellevue di Monaco | Müllerstraße 2 – 6 | München

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus, am 27. Januar 2020, wird der Sinto Oswald Marschall, über die Verfolgungs- und Leidensgeschichte seines Volkes in Zeiten des Genozids erzählen. Die Initiative „!Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“ lädt den erfolgreichen Amateurboxer, der zahlreiche Kämpfe in der deutschen Nationalstaffel bestritt, zu einem Dialog ein, in deren Mittelpunkt er auch über seine Familien- und Lebensgeschichte berichtet. Einer der Dialogschwerpunkte liegt auf der aktuellen Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrung der über 600 Jahre in Deutschland lebenden Sinti und Roma. Die Initiative „!Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“, 2004 in der Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau gegründet, bringt sich seither mit klugen und kreativen Aktionen und Projekten im Fußball und in der Zivilgesellschaft ein. Dieses Engagement ist begründet in der Aufforderung der überlebenden Häftlinge, dass Auschwitz und Dachau „Nie wieder“ sei. Im Rahmen der 16. Kampagne „!Nie wieder - Erinnerungstages im deutschen Fußball“ versteht sich diese Veranstaltung als eine unbedingte Einmischung gegen den aktuell wachsenden Antiziganismus in Deutschland und Europa.

www.niewieder.info.de | www.erinnerungstag.de

Erinnerung und Familiengedächtnis: Im Gespräch mit Ernst Mannheimer

06.02.20 / 19:00   Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte (Pater-Roth-Straße 2a)

Am Donnerstag, den 6. Februar 2020, lädt die KZ-Gedenkstätte Dachau um 19 Uhr herzlich ein zum fünften Abend der Reihe "Erinnerung und Familiengedächtnis". Im Gespräch mit Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, wird Ernst Mannheimer anlässlich des 100. Geburtstages seines Vaters Max Mannheimer über das Leben mit dem prominenten Zeitzeugen sprechen, der bis zu seinem Tod im Jahr 2016 als steter Mahner für Frieden und Versöhnung auftrat. Max Mannheimer wurde im August 1944 aus Warschau in das Konzentrationslager Dachau deportiert wurde. In mehreren Außenlagern musste er Zwangsarbeit leisten, bis er am 30. April 1945 befreit wurde. Von 1988 bis zu seinem Tod am 23. September 2016 war er Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau, später ebenfalls Vizepräsident des Comité International de Dachau (CID). Ernst Mannheimer ist in München geboren und aufgewachsen. Er arbeitet bei einer Unternehmensbeteiligungsgesellschaft in Zürich. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig. Am Veranstaltungsabend kann der Besucherparkplatz der KZ-Gedenkstätte kostenfrei genutzt werden.

Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Dachau

FÄLLT LEIDER AUS: Zeitzeugengespräch mit Hilde Grünberg

13.02.20 / 19:30   Klosterkirche Karmel Heilig Blut Dachau, Alte Römerstr. 91

LEIDER MUSS DAS ZEITZEUGENGESPRÄCH WEGEN ERKRANKUNG DER ZEITZEUGIN ENTFALLEN. 1940 zog Hilde Grünberg (geb. 1936) als Dreijährige mit ihrer Mutter Erika nach München-Haidhausen, wo bereits die Großmutter und Tante Eva wohnten. Der Vater hatte die jüdische Ehefrau verlassen. Zwei Jahre später wurde die Großmutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Die Mutter und die Tante wurden aus den bisherigen Berufen entlassen und sollten in einer Munitionsfabrik arbeiten. Hilde Grünberg wurde deshalb als Siebenjährige mit der „Kinderlandverschickung“ zu einer Bauernfamilie in Schwabbruck bei Schongau gebracht, wo sie über ein Jahr in kargen und einsamen Verhältnissen leben musste. Im Sommer 1944 holte Tante Eva sie nach Isen, wo sie wohlbehütet bis zum Kriegsende bleiben konnte. Über ihre Erfahrungen als Kind und über das Schicksal der Familie wird Hilde Grünberg an diesem Abend berichten.

Kooperation: Katholische Seelsorge, Karmel Heilig Blut, Dachauer Forum