Veranstaltungen der Versöhnungskirche

Veranstaltungen

Winter- und Sommerprogramm 2020/2021

Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau

ONLINE: Im Nebel der Pandemie - Verschwörungsglaube in der Corona-Zeit

20.05.21 / 19:30   Virtuell

Mit der COVID-19-Pandemie verbreiten sich immer mehr Falschmeldungen, Verschwörungstheorien, esoterische Heilungsangebote und pseudowissenschaftliche Gesundheitstipps. Einfache Antworten mit klaren Feindbildern wirken dabei besonders attraktiv. Der Vortrag setzt dagegen auf Aufklärung und Beratung.

Der Vortrags- und Diskussionsabend mit Kirchenrat Dr. Matthias Pöhlmann, Landeskirchlicher Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen, findet als Online-Veranstaltung statt.

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an info@versoehnungskirche-dachau.de, oder über unser Kontaktformular https://www.versoehnungskirche-dachau.de/kontakt/pages/KontaktMail.php.

Teilnehmende bekommen vor der Veranstaltung einen Link mit Zugangsdaten zur Online-Plattform.

"Abgerungen" – Theaterstück zu Pater Richard Henkes SAC

12.06.21 / 19:30   Klosterhof des Karmel Heilig Blut Dachau, Alte Römerstraße 91

Ein junger Mann entdeckt seine Begeisterung für das Leben und Wirken von Pater Henkes. Zugleich stellt er immer wieder dessen Entscheidungen und Einstellungen in Frage. Richard Henkes war ein Priester, der im April 1943 von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager Dachau verschleppt wurde. Anfang 1945 meldete er sich freiwillig in der Typhusbaracke zum Krankendienst, pflegte tschechische Mithäftlinge, infizierte sich dabei und starb am 22. Februar 1945.

Kooperation: Katholische Seelsorge, Karmel Heilig Blut

Als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ im KZ - Opfer des Nationalsozialismus? | Ein Abend mit Prof. Dr. Frank Nonnenmacher, Neffe eines KZ-Überlebenden

08.07.21 / 19:30   Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau (oder Ausweichort)

Ernst und Gustav Nonnenmacher sind zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Stuttgart geboren und dort als Söhne verschiedener Väter einer ledigen Mutter in extremer Armut aufgewachsen. Den jüngeren, Gustav, nahm die Fürsorge der Mutter weg und brachte ihn in ein Waisenhaus. Er wurde später Soldat, flog in Hitlers Luftwaffe und wurde nach dem Krieg freischaffender Bildhauer. Ernst musste schon früh durch kleine Diebstähle zum Lebensunterhalt beitragen, schwänzte die Schule, kam in die Fürsorge, wurde später Wanderarbeiter, Hausierer und mehrfach wegen kleinerer Delikte vorbestraft. Nach seiner letzten Vorstrafe kam er aus der Polizeihaft direkt ins KZ Flossenbürg und später ins KZ Sachsenhausen. Von der SS wurde er erst mit dem schwarzen Winkel als „Asozialer“, dann mit dem grünen Winkel als „Berufsverbrecher“ markiert.

Frank Nonnenmacher ist der Sohn von Gustav und der Neffe von Ernst. Er hat zum Schicksal der beiden Brüder eine Doppelbiographie geschrieben („DU hattest es besser als ICH“). Der Autor wird in Dachau einige Szenen aus dem Buch lesen. Und er wird davon berichten, wie er 2018 eine Initiative zur Anerkennung der bislang vergessenen Opfer gegründet hat. Diese hat dazu geführt, dass sich der Deutsche Bundestag nach über 70jähriger Ignoranz mit den beiden Opfergruppen beschäftigte und am 13. Februar 2020 einen Beschluss zu ihrer Anerkennung als NS-Opfer fasste. Der Referent wird Verdienste und Defizite des Beschlusses ansprechen. In der anschließenden Diskussion geht es auch um die Frage nach den angemessenen Konsequenzen der späten Anerkennung.

Literaturhinweis:
Frank Nonnenmacher: „DU hattest es besser als ICH“ - Zwei Brüder im 20. Jahrhundert. Mit einer Widmung von Konstantin Wecker. Bad Homburg 2015 (2. Aufl.)

Referent: Dr. Frank Nonnenmacher, geboren 1944, ist emeritierter Professor für Sozialwissenschaften und Politische Bildung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main | Moderation: Karla Steeb, Freiwillige der Versöhnungskirche

ENTFÄLLT: Lieder zu Krieg und Frieden - Ein Abend mit dem Isura-Madrigal-Chor

15.07.21 / 19:30   Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Das von Kriegen verursachte Leid hat Menschen aller Zeiten dazu gebracht, in Texten und in Musik den Sorgen und Ängsten, aber auch der Sehnsucht und der Hoffnung auf Frieden Ausdruck zu verleihen. Der Isura-Magdigal-Chor aus Geretsried hat ein thematisches Konzertprogramm zusammengestellt. Zur Aufführung kommen Werke von Frank Schwemmer (*1961), Friedrich Zahn (1922 – 2007), Rudolf Mauersberger (1889 – 1971), Maurice Ravel (1875 – 1937), Hans Eisler (1898 – 1962), Andreas Romberg (1767 – 1821), Arvo Pärt (*1935), Heinrich Poos (*1928) und Niels la Cour (*1944), sowie das Lied „Die Moorsoldaten“ von Johann Esser (1896 – 1971)/Wolfgang Langhoff (1901 – 1966) und Rudi Goguel (1908 – 1976).

Kooperation mit der Katholischen Seelsorge