Veranstaltungen der Versöhnungskirche

Veranstaltungen

Frühjahrs- und Sommerprogramm 2020

Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau

München und der Nationalsozialismus – Orte des Erinnerns und Gedenkens / THEMENRUNDGANG

27.09.20 / 14:30   Treffpunkt: Haupteingang Justizpalast, Prielmayerstraße 7, München

In München gründete sich die NSDAP. Die Stadt war ein Zentrum der Inszenierung und Ausübung nationalsozialistischer Herrschaft. Während der letzten Jahrzehnte ist eine "Erinnerungslandschaft" mit zahlreichen Erinnerungs- und Gedenkorten entstanden. Manche Orte sind bis heute ohne Hinweise auf ihre NS-Geschichte. Wir erkunden beim Rundgang ausgewählte Orte der Gedenktopographie in der Maxvorstadt.

Anmeldung erforderlich bis 17.9.20 unter Tel. 08131-996 880 oder info@dachauer-forum.de.

Kooperation: Dachauer Forum, Katholische Seelsorge

ENTFÄLLT! Die besondere Lagergeschichte Bergen-Belsens / VORTRAG

14.10.20 / 19:30   Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

LEIDER ENTFÄLLT DER VORTRAG!

Die Geschichte Bergen-Belsens ist komplex und begann mit der Errichtung eines Kriegsgefangenenlagers durch die Wehrmacht nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die Übernahme eines Teils des Lagergeländes durch die SS für ein sogenanntes „Austauschlager“ für jüdische Häftlinge markierte 1943 den Beginn des Konzentrationslagers Bergen-Belsen. In der Folge änderten sich der Charakter des Lagers, die Struktur der „Häftlingsgesellschaft“ und vor allem die Lebensbedingungen der Häftlinge dramatisch. Die Fotos und Filmaufnahmen, die bei der Befreiung Mitte April 1945 entstanden, gingen ins kollektive Gedächtnis über die Verbrechen in Bergen-Belsen ein. Katrin Unger gibt einen Überblick über die besondere Lagergeschichte Bergen-Belsens und ermöglicht einen Einblick in die vielfältigen autobiographischen Zeugnisse der Häftlinge. Sie macht auch die Herausforderungen im Umgang mit dem historischen Ort sichtbar.

Katrin Unger, Kulturwissenschaftlerin, Leitung der Abteilung Bildung und Begegnung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Kooperation: Dachauer Forum, Katholische Seelsorge

ENTFÄLLT! Gedenkstättenfahrt nach Wolfenbüttel und Bergen-Belsen

23.10.20  -  25.10.20   

DIE GEDENKSTÄTTENFAHRT ENTFÄLLT LEIDER DIESES JAHR!

Am historischen Ort des ehemaligen Strafgefängnisses mit einer 1937 eingerichteten Hinrichtungsstätte thematisiert die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel die Geschichte von Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus. Bis 1945 war das Strafgefängnis die zentrale Haftanstalt im damaligen Freistaat Braunschweig und Teil eines vernetzten Systems von Justizhaftstätten, das weit über die Reichsgrenzen hinausreichte. Im Jahr 2019 wurde eine neue Dauerausstellung eröffnet.
Die Gedenkstätte Bergen-Belsen erinnert an die mehr als 70.000 Menschen, die hier zwischen 1940 und 1945 im Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht und im Konzentrationslager ums Leben kamen. Ab März 1944 wurde ein Teil des Geländes als Lager für kranke und nicht mehr arbeitsfähige Häftlinge aus anderen Konzentrationslagern genutzt. Zusätzlich zu diesem Männerlager wurde im August 1944 ein Frauenlager eingerichtet. Ab Dezember 1944 endeten dort zahlreiche Räumungstransporte aus anderen Lagern. Von insgesamt etwa 120.000 nach Bergen-Belsen deportierten KZ-Häftlingen starben mehr als 52.000.
In unmittelbarer Nähe des ehemaligen KZs (Kaserne Bergen-Hohne), entstand für jüdische und zunächst auch für polnische nichtjüdische Überlebende ein Displaced Persons Camp.
1952 wurde am historischen Ort in Bergen-Belsen die erste staatliche KZ-Gedenkstätte in der BRD errichtet.

Programm auch unter https://www.versoehnungskirche-dachau.de/kirche/pages/Aktuell.php.

Anmeldung unter Tel. 08131-996 880 oder info@dachauer-forum.de

75 Jahre Stuttgarter Schuldbekenntnis / Vortrag

29.10.20 / 19:00   Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24

Die Stuttgarter Erklärung vom Oktober 1945 ist ein eindringliches, aber auch umstrittenes Dokument. Viele Zeitgenossen empörten sich über ein zu weitgehendes (Kollektiv-)Schuldeingeständnis der evangelischen Kirche. Einzelne kritisierten dagegen, dass das Versagen vor allem der Kirchenleitungen nicht deutlich genug benannt sei. Die spätere Kritik griff das auf bis hin zum Vorwurf der Apologie. Andere finden den Text für die Zeit bemerkenswert und berührend.

In jedem Fall gibt er uns 75 Jahre später Fragen auf, denen wir in einem Gespräch nachgehen wollen: Wie kam es ein halbes Jahr nach Kriegsende zu dieser öffentlichen Erklärung? Welche Rolle hat der Text in der „Vergangenheitsbewältigung“ gespielt? Welche Bedeutung hat er heute für evangelische Theologie und Kirche?

Impulsreferat von Dr. Björn Mensing mit anschließendem Podium.

Prof. Dr. Reiner Anselm
Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik an der LMU München, Vorsitzender der Kammer für öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland

Prof. Dr. Claudia Lepp
Historikerin, Leiterin der Forschungsstelle für Kirchliche Zeitgeschichte und apl. Professorin am Historischen Seminar der LMU München

Dr. Björn Mensing
Theologe und Historiker, Pfarrer der Versöhnungskirche in der KZ Gedenkstätte Dachau

Dr. Ulrike Haerendel
Historikerin, Studienleiterin an der Evangelischen Akademie Tutzing

Kooperationspartner
Evangelische Akademie Tutzing und Versöhnungskirche in der KZ- Gedenkstätte Dachau

Anmeldung erforderlich bei der Evangelischen Stadtakademie München:
per E-Mail: info@evstadtakademie.de
online: https://www.evstadtakademie.de/veranstaltung/75-jahre-stuttgarter-schuldbekenntnis/

Eintritt frei.

Erinnerung pflegen / STADTRUNDGANG

09.11.20 / 11:00   Beginn: Ignaz-Taschner-Gymnasium, Landsberger Str. 1, Dachau

2005 verlegte der Bildhauer Gunter Demnig in Dachau die ersten „Stolpersteine“ zur Erinnerung an die Dachauer Bürgerinnen und Bürger, die in der Nacht vom 8. zum 9. November 1938 aus der Stadt vertrieben und im Holocaust ermordet wurden. Der Rundgang beginnt am Eingang des Ignaz-Taschner-Gymnasium (ITG), wo an Alice Jaffé erinnert wird und an ihre Tochter Johanna Jaffé, die in der Großen Moosschwaige als Assistentin eines Künstlerehepaares arbeitete – die Villa wurde später in das ITG-Gelände integriert. Beide wurden aus Dachau vertrieben, die Tochter konnte 1939 nach England fliehen, die Mutter wurde 1944 im KZ Auschwitz ermordet. Vom ITG führt der Weg zum Stolperstein von Dr. Samuel Gilde in der St.-Peter-Straße 2, der 1944 im Ghetto Theresienstadt ermordet wurde. Enden wird der Rundgang am Stolperstein von Anton Felber, in der Friedensstraße 17, der 1939 im KZ Flossenbürg ermordet wurde. Die Stolpersteine erinnern vor deren früheren Wohnhäusern an die ermordeten Menschen und werden von Schülerinnen und Schülern des ITG gepflegt.

Brigitte Fiedler, Referentin der KZ-Gedenkstätte Dachau. Kooperation: Dachauer Forum, Katholische Seelsorge

82. Jahrestag der Pogromnacht / GEDENKFEIER

09.11.20 / 19:00   Ludwig-Thoma-Haus, Augsburger Str. 23, Dachau

In ganz Deutschland wurden in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 Synagogen zerstört und Juden aus ihren Häusern verschleppt. Fünfzehn Bürgerinnen und Bürger Dachaus wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft bereits am Tag zuvor aus der Stadt vertrieben. Zum Jahrestag wird im Dachauer Rathaus an die Geschichten der Verfolgten erinnert.

Trägerkreis Pogromnachtgedenken in Dachau