Veranstaltungen der Versöhnungskirche

Veranstaltungen

Herbst- und Winterprogramm 2019/2020

Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau

Christ aus Leidenschaft / Dokumentarfilm über den Dachauer Priester Karl Leisner

15.12.19 / 15:00   City-Kino 1, Sonnenstraße 12, München

Vor 75 Jahren, am 17. Dezember 1944, wurde im KZ Dachau der Diakon Karl Leisner aus dem Bistum Münster durch den französischen Bischof Gabriel Piguet heimlich zum Priester geweiht. Der Dokumentarfilm von Max Kronawitter, der auch anwesend sein wird, schildert den Werdegang Leisners und beleuchtet die Hintergründe seiner Weihe mit ihren ökumenischen und europäischen Aspekten. Zu Wort kommen in dem 60-minütigem Film Zeitzeugen, Leisners Bruder und die Bischöfe von München, Münster und Clermont.

Kooperation: Katholische Seelsorge. Kartenreservierungen unter LSchmidinger@eomuc.de möglich – Sonderpreis 5 Euro

Der Birnbaum im Pfarrgarten / Vortrag über eine evangelische Gemeinde im Nationalsozialismus und Zeitzeugengespräch

16.01.20 / 19:30   Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Die Christuskirche im Münchner Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg wurde 1899/1900 errichtet. Sie war durch alle Zeiten ein prägender Bau und das geistliche Zentrum für die Protestantinnen und Protestanten im Münchner Westen. Christoph Lindenmeyer beschäftigt sich mit der Geschichte dieser evangelischen Gemeinde in den Jahren 1933-1945. Er wird die Ergebnisse präsentieren, die er in seinem Buch ‚Der Birnbaum im Pfarrgarten‘ im Sommer 2019 veröffentlicht hat. Es sind Dokumente von Mut und Verblendung, von Anpassung und Widerstand, die veranschaulichen, wie schwierig es unter dem Druck der Diktatur war, Christ zu sein und Mensch zu bleiben. Walter Joelsen (geb. 1926), dessen Vater jüdische Wurzeln hatte, wurde nach seinem Schulausschluss als Hilfsjugendwart und Hilfskirchner bei der Christuskirche beschäftigt. Er wird seine Erinnerungen teilen.

Christoph Lindenmeyer, evangelischer Theologe, Honorarprofessor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen

!Nie wieder / Erinnerungstag im deutschen Fußball

24.01.20  -  26.01.20   in den Stadien der beiden Bundesligen

Der Anstoß zur „Initiative Erinnerungstag im deutschen Fußball“ ging 2004 von der Versöhnungskirche aus. In enger Kooperation mit Faninitiativen, dem DFB und der DFL sind zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus rund um den 19. Spieltag Aktionen in den Stadien der beiden Bundesligen geplant.

Nähere Informationen unter www.niewieder.info

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus / Zeitzeugengespräch

27.01.20 / 19:00   Rathaus Dachau, Konrad-Adenauer-Straße 2-6

Der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wird in Deutschland seit 1996 als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen. In Dachau ist dazu auch am 75. Jahrestag ein Zeitzeugengespräch geplant.

Trägerkreis NS-Opfer-Gedenktag in Dachau

„Ich konnte mich ja niemandem anvertrauen.“ / Zeitzeugengespräch mit Hilde Grünberg

13.02.20 / 19:30   Klosterkirche Karmel Heilig Blut Dachau, Alte Römerstr. 91

1940 zog Hilde Grünberg (geb. 1936) als Dreijährige mit ihrer Mutter Erika nach München-Haidhausen, wo bereits die Großmutter und Tante Eva wohnten. Der Vater hatte die jüdische Ehefrau verlassen. Zwei Jahre später wurde die Großmutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Die Mutter und die Tante wurden aus den bisherigen Berufen entlassen und sollten in einer Munitionsfabrik arbeiten. Hilde Grünberg wurde deshalb als Siebenjährige mit der „Kinderlandverschickung“ zu einer Bauernfamilie in Schwabbruck bei Schongau gebracht, wo sie über ein Jahr in kargen und einsamen Verhältnissen leben musste. Im Sommer 1944 holte Tante Eva sie nach Isen, wo sie wohlbehütet bis zum Kriegsende bleiben konnte. Über ihre Erfahrungen als Kind und über das Schicksal der Familie wird Hilde Grünberg an diesem Abend berichten.

Kooperation: Katholische Seelsorge, Karmel Heilig Blut, Dachauer Forum